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Hier können Sie alle aktuelle Meldungen, Neuigkeiten und Wissenwertes über den Bundesverband der Betreiber medizinischer Versorgungszentren e.V. nachlesen.

26. Mai 2020

Arzttermine nicht weiter aufschieben

Während der Corona-Pandemie haben viele Menschen aus Sorge vor einer Infektion mit Sars-CoV-2 Termine bei Haus- und Fachärzten aufgeschoben. Politik und Verbände rufen Patientinnen und Patienten dazu auf, Untersuchungen und Behandlungen nicht weiter aufzuschieben, da dadurch eine frühzeitige Diagnose und Heilungschancen gefährdet werden könnten.

 

Dazu erklärt die Vorsitzende des Bundesverbandes der Betreiber medizinischer Versorgungszentren, Sibylle Stauch-Eckmann:


Auch wir haben die Verunsicherung vieler Patientinnen und Patienten während der Krise gemerkt. Termine und Behandlungen wurden abgesagt oder verschoben. Trotzdem haben unsere Mitglieder ihre Praxen in dieser Zeit offengehalten und die haus- und fachärztliche Versorgung der Patientinnen und Patienten gesichert. Wir schließen uns dem Aufruf aus Politik und Ärzteschaft an, die aufgeschobenen Termine nun wahrzunehmen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung erhöht bei vielen Krankheitsbildern eine erfolgreiche Behandlung."



11. Mai 2020

Bundesagentur für Arbeit bessert bei Kurzarbeitergeld nach

Nach Protesten des BBMV und zahlreicher weiterer Verbände, gegen den generellen Ausschluss vom Kurzarbeitergeld für Beschäftigte in Praxen, hat die Bundesagentur für Arbeite ihre Weisung revidiert.

 

Angesichts der neuen Informationen hat die BA eine gesamthafte Bewertung der Regeln zum Kurzarbeitergeld im Gesundheitswesen vorgenommen und ist zu dem Schluss gekommen, dass Leistungserbringer im Gesundheitswesen – darunter auch medizinische Gesundheitszentren – grundsätzlich Anspruch auf Kurzarbeitergeld haben.

 

Dazu erklärt der Stellv. Vorsitzende des BBMV, Dr. Schayan-Araghi:

 

Das die Bundesagentur für Arbeit so schnell ihre Weisung korrigiert ist ein gutes Zeichen und sorgt für mehr Planungssicherheit in den Praxen. Wichtig ist jetzt, dass auch die Kassenärztlichen Vereinigung klar machen, wie sie die Ausgleichszahlungen bei Honorarverlusten ausgestalten wollen. Bislang sind hier nur die KV Sachsen-Anhalt und Thüringen aktiv geworden.



26. April 2020

BBMV fordert Klarstellung zu Kurzarbeitergeld

Die Covid-19 Pandemie hat in der ambulanten Gesundheitsversorgung zu spürbaren Rückgängen der Patientenzahlen geführt. Untersuchungen, Behandlungen und Operationen werden abgesagt oder verschoben. Einige Praxen haben deshalb Kurzarbeit angemeldet. 

 

In einer Anweisung vom 15. April hat die Bundesagentur für Arbeit (BA) Praxen nun grundsätzlich von der Beantragung von Kurzarbeitergeld ausgeschlossen. Dabei beruft sie sich auf die Möglichkeit der Praxen, Ausgleichszahlungen aus dem Krankenhausentlastungsgesetz zu erhalten. § 87a Abs. 3b SGB V (neu) sieht Ausgleichzahlungen für einen Rückgang in der extrabudgetären Vergütung (EGV), deren Auszahlung im Ermessen der regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) liegen. § 87b Abs. 2 SGB V (neu) Ausgleichszahlungen für den Rückgang in der morbiditätsorientierten Gesamtvergütung (MGV) vor.

 

Dazu erklären die BBMV-Vorsitzende Sibylle Stauch-Eckmann und der Stellv. BBMv-Vorsitzende Dr. med. Kaweh Schayan-Araghi folgendes:

 

Stauch-Eckmann: „Die Verunsicherung bei vielen Praxen ist groß. Es ist nicht klar, welche Hilfsmaßnahmen für uns gelten und wann diese greifen. Der grundsätzliche Ausschluss vom Kurzarbeitergeld ist insbesondere für Fachärzte problematisch. Denn bei ihnen setzt sich das Gesamthonorar zu weit mehr als einem Drittel aus EGV-Leistungen zusammen. Das gilt zum Beispiel für Augenärzte, Hautärzte, Gynäkologen, Gastroenterologen, Hämato- und Onkologen. Aktuell fahren wir auf Sicht. Bislang ist der Ausgleich des Einnahmeverlusts nicht berechenbar, denn die KV haben bislang noch keine Informationen veröffentlicht, wie sie bei den Ausgleichzahlungen verfahren wollen. Und die Ausgleichszahlungen der MGV-Leistungen werden bei weitem nicht ausreichen, um den beabsichtigten Schutz vor negativen Effekten der Corona-Krise zu erzielen. Um eine flächendeckende fachärztliche Versorgung auch nach der Krise zu sichern, wäre eine Klarstellung nötig, dass sich für den ambulanten Bereich Krankenhausentlastungsgesetz und Kurzarbeitergeld nicht ausschließen dürfen. Damit würde mehr Planungssicherheit herrschen – und mehr fordern wir in diesen unsicheren Zeiten nicht.

 

Die Ausgleichszahlungen der MGV-Leistungen reichen bei weitem nicht aus, um den beabsichtigten Schutz vor negativen Effekten der Corona-Krise zu erzielen. Um eine flächendeckende fachärztliche Versorgung auch nach der Krise zu sichern, wäre eine Klarstellung nötig, dass sich für den ambulanten Bereich Krankenhausentlastungsgesetz und Kurzarbeitergeld nicht ausschließen dürfen.



15. April 2020

Wir sichern auch in Krisenzeiten die ambulante Versorgung

Aufgrund der SARS-CoV-2-Pandemie sagen viele Patienten Termine zu Vorsorge- und Routineuntersuchungen ab. Auch ambulante Operationen und Behandlungen werden verschoben. Der Patientenrückgang führt bei vielen Haus- und Fachärzten zu Einkommensausfällen. Die Bundesregierung hat bereits mit einem Schutzschirm für vertragsärztliche Leistungserbringer gespannt. Trotzdem wird in den Medien immer häufiger von Praxisschließungen aufgrund zurückgegangener Patientenzahlen berichtet. Nicht wenige Kollegen schließen die Praxen aus Sorge vor Ansteckung von sich aus und verlängerten die Osterferien.

 

Dazu erklärt die Vorsitzende des Bundesverbandes Betreiber medizinscher Versorgungszentren (BBMV), Sibylle Stauch-Eckmann:

Unsere Mitglieder sichern auch in Krisenzeiten die haus- und fachärztliche Versorgung. Unsere Mitgliedsunternehmen kommen der Verantwortung gegenüber ihren Patientinnen und Patienten nach und halten trotz der geringen Auslastung ihre MVZ und Zweigpraxen offen und sind für die Patientinnen und Patienten an unseren Standorten da. In Hamburg und Berlin betreiben Mitgliedsunternehmen sogar „Corona-Praxen“. Dabei profitieren unsere Patientinnen und Patienten insgesamt von unseren Netzwerken innerhalb der MVZ-Gruppe, sodass niemand ohne eine haus- oder fachärztliche Behandlung während der Corona-Krise bleiben muss“.

 

Der Bundesverband der Betreiber medizinscher Versorgungszentren (BBMV) ist ein Zusammenschluss von sieben MVZ-Gruppen aus dem haus- und fachärztlichen Bereich, u.a. der Augenheilkunde, Radiologie, Dermatologie und Onkologie. Sie tragen mit Standorten in über 150 Städten und Gemeinden wesentlich zur flächendeckenden ambulanten Versorgung bei.