BBMV-Wahlkreistour

Medizinische Versorgungszentren (MVZ) sind seit ihrer Einführung in die ambulante Gesundheitsversorgung eine Erfolgsgeschichte. Vor allem haben MVZ das Potential, den Umbruch in der ambulanten Versorgung abzufedern.

 

Wir laden Sie zu einer Besichtigung eines MVZ in Ihrem Wahlkreis ein. Sprechen Sie mit den angestellten Ärztinnen und Ärzten, informieren Sie sich über die Arbeit und Versorgung der Patientinnen und Patienten in Ihrem Wahlkreis sowie über die bundesweite Entwicklung der Medizinischen Versorgungszentren.

 

Für weitere Informationen und Terminabsprachen stehen wir Ihnen gerne telefonisch unter 030-27593805 oder per E-Mail an info@bbmv.de zur Verfügung. 


Was ist ein MVZ?

Ein Medizinisches Versorgungszentren (MVZ) ist eine bestimmte Praxisorganisationsform. Mindestens zwei Ärzte müssen im MVZ tätig sein, nach oben ist die Zahl nicht begrenzt. Meist sind die Ärztinnen und Ärzte im MVZ angestellt tätig, im Gegensatz zum selbstständigen Arzt in Niederlassung.

Dennoch üben auch angestellte Ärztinnen und Ärzte einen freien Beruf aus und sind selbstverständlich weisungsfrei bei der Behandlung der Patientinnen und Patienten.

Zusätzlich wird jedes MVZ in medizinischen Fragen von einem Ärztlichen Leiter bzw. einer Ärztlichen Leiterin geführt. So ist es gesetzlich in § 95 SGB V festgehalten. 

MVZ werden meist von Ärztinnen und Ärzten sowie Krankenhäusern gegründet. Aber auch Kommunen, Dialyseleistungserbringer und ermächtigte bzw. zugelassene gemeinnützige Träger können MVZ gründen.

 

Arbeiten im MVZ

Ein gewandeltes Berufsbild bei jungen Ärztinnen und Ärzten, der Wunsch nach Kooperation, die hohen Investitionskosten und bürokratische Belastungen führen dazu, dass die selbstständige Niederlassung immer weiter an Attraktivität verliert. Fehlende Praxisnachfolge und Ärztemangel sind heute schon spürbar.

MVZ sind attraktive Arbeitgeber. Ärztinnen und Ärzte können in Anstellung, frei von bürokratischen Lasten und ökonomischen Zwängen dem Arztberuf nachgehen – und dabei auch Familie und Beruf vereinbaren.

Für manche ist die Anstellung im MVZ auch die Möglichkeit sich perspektivisch einer selbstständigen Niederlassung anzunähern. Denn Praxismanagement und die betriebswirtschaftliche Führung einer Praxis wird im Medizinstudium nicht vermittelt.

 

Ambulante Versorgung

Das Gesundheitssystem in Deutschland steht vor drei zentralen Herausforderungen: dem gewandelten Bild des Arztberufs, der Ambulantisierung und dem demografischen Wandel, der auch vor der Ärzteschaft nicht halt macht.

MVZ haben großes Potential, bei der Begegnung dieser Herausforderungen.

MVZ helfen, eine langfristige Versorgung sicherzustellen, in dem die Zulassung nicht mehr am einzelnen Arzt oder Ärztin hängt, sondern am MVZ selbst. Sie bieten attraktive Arbeitsbedingungen und sind die geeigneten Einrichtungen bei der Ambulantisierung der Medizin.

Und über Zweigpraxen, Rotationsmodelle und Telemedizin werden auch ländliche Regionen mitversorgt. Für eine bestmögliche Versorgung investieren unsere Mitglieder daher  kontinuierlich in moderne Medizintechnik, Digitalisierung und in die Aus- und Weiterbildung des ärztlichen und medizinischen Fachpersonals.

 


BBMV-Wahlkreistour mit Henning Rehbaum, MdB in Beckum

Dass der Fachkräftemangel auch vor den Facharztpraxen nicht Halt macht, davon konnte sich der Albersloher Bundestagsabgeordnete Henning Rehbaum, zusammen mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Resi Gerwing, in der Beckumer Augenarztklinik Artemis überzeugen.

Henning Rehbaum wies ebenfalls auf den gravierenden Mangel bei medizinischen Fachangestellten hin. So treten immer wieder Praxen und Apotheken an ihn heran, die davon berichtet, wie schwer es sei, offenen Stellen besetzen zu können

Dr. Schayan-Araghi, Gründer der Artemis Augenkliniken und selbst praktizierender Augenarzt, pflichtete dem Bundestagsabgeordneten bei: "Gerade in der Augenheilkunde leiden wir unter einem Mangel an jungen Ärzten und Ärztinnen, die auch bereit sind, selbstständig zu arbeiten.“

Resi Gerwing: „Die medizinische Versorgungszentren leisten einen tollen Beitrag für die medizinische Grundversorgung und sind wie hier in Beckum, ein echter Standortvorteil für die Bürger."


BBMV-Wahlkreistour mit Christoph Schmid, MdB in Dillingen

Am Mittwoch, den 5. Oktober 2022 besuchte der Bundestagsabgeordnete Christoph Schmid das MVZ Augenkompetenz Zentren Dillingen. Herr Dr. Wolfgang Schmid, Ärztlicher Leiter und Geschäftsführer führte den Abgeordneten durch das Zentrum und erläuterte die Entwicklung. Dr. Lenz gründete 1989 die Praxis und führte die wachsende Gruppe bis zur Einbringung 2019 in das Sanoptis-Netzwerk.

Dem Abgeordneten und ehemaligen Bürgermeister ist die Sicherstellung der ländlichen Versorgung wichtig. „Wir haben einerseits mit dem demografischen Wandel zu tun, gleichzeitig mit einem Mentalitätswandel bei jungen Ärztinnen und Ärzten. Dadurch klafft eine Lücke auf, die man zur Sicherstellung der Versorgungsleistung schließen muss“, erklärt der Abgeordnete. „Es ist wichtig, mir unvoreingenommen ein Bild zu machen. Die stellenweise hochemotionale Diskussion können wir auf der Sachebene besser führen,“ empfiehlt Christoph Schmid, MdB.

Am Beispiel der Augenkompetenz Zentren Dillingen konnte Herr Dr. Wolfgang Lenz gut beschreiben, welche Vorteile MVZ-Gruppen bei der Sicherstellung der augenärztlichen Versorgung bieten, aber auch vor welchen Herausforderungen selbst größere Gruppen stehen. Es sei zum Teil schwierig, Ärztinnen und Ärzte für eine dauerhafte Anstellung in solchen Regionen zu gewinnen. Durch Rotationsmodelle könne man aber zumindest innerhalb der Gruppe eine Grundversorgung sicherstellen.


BBMV-Wahlkreistour mit Ralph Edelhäußer, MdB in Roth

Der Abgeordneten Herr Ralph Edelhäuser besuchte am 4. Oktober 2022 interessiert die OSG Augenpraxis Roth. In der Augenpraxis fand ein reger Austausch statt mit dem Ärztlichen Leiter Herr Kusai Almozawak, der Standortleiterin Carina Schmidt. der kaufmännischen Geschäftsführung Frau Sandra Trippel und Herrn Nahrung, BBMV. Besonders im Fokus stand dabei die Zukunft der Augenheilkunde. Herrn Edelhäuser liegt insbesondere die Sicherstellung der flächendeckenden Versorgung der Patientinnen und Patienten am Herzen. Bei der Führung durch die Praxisräumlichkeiten wurden die Möglichkeiten diskutiert, wie die Nachfolge bei ausscheidenden Augenärztinnen und Augenärzten auch in Zukunft sichergestellt werden kann.


BBMV-Wahlkreistour mit Maximilian Mörseburg, MdB in Stuttgart

Am 16. September besichtigte Maximilian Mörseburg, MdB das MVZ Hautzentrum am Kurpark. Vor Ort wurde er auf Praxisseite von Dr. med. Heiko Grimme und Dr. med. Andrea Dietrich, Fachärztin und Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten, begrüßt. Mit anwesend waren außerdem Gernot Nahrung (BBMV e.V.) sowie die Stuttgarter Stadträtin Beate Bulle-Schmid mit ihrem Mann, dem Regionalrat Roland Schmid (beide CDU). Bei der Führung durch die Praxisräumlichkeiten zeigten die Ärztin und der Arzt den politischen Entscheidungsträgern medizinische Geräte, erklärten Behandlungsmethoden und informierten über Besonderheiten, Behandlungsschwerpunkte sowie den Arbeitsalltag im MVZ Hautzentrum am Kurpark. Hierbei wurde das Gespräch auf den vorherrschenden Fachkräftemangel in der Dermatologie, insbesondere bei MFA, sowie den Wandel des Berufsbildes „Arzt“ und damit einhergehende Schwierigkeiten bei der Nachfolgeregelung gelenkt. Vonseiten des BBMV wurde der Wunsch an die Politik geäußert, die Gründung von MVZ aus dem ambulanten Bereich einfacher zu gestalten, um so eine flächendeckende medizinische Gesundheitsversorgung auch in Zukunft sicherstellen zu können. Eine Klinik als Grundlage zur Gründung eines MVZ müsse eine Option sein, kein Muss. In diesem Zusammenhang wurde auch auf die Problematik auf Bundesebene hingewiesen, dass die Planung von MVZ begrenzt werden soll, und auf Regulierungsvorschläge, die nicht durchdacht seien und langfristig zu Versorgungslücken führen.


BBMV-Wahlkreistour mit Ricarda Lang, MdB in Schwäbisch Gmünd

Bei ihrem Besuch am 15. September im MVZ Hautzentrum am Kalten Markt wurde Ricarda Lang, MdB zunächst von Prof. Dr. med. Jörg Faulhaber und Dr. med. Andreas Weller, Fachärzte für Haut- und Geschlechtskrankheiten, begrüßt. Mit anwesend waren außerdem Gernot Nahrung, Geschäftsführer BBMV e.V., sowie Heidi Niemöller, CEO der CORIUS Gruppe.

Schwerpunkt der Diskussion bildete die aktuelle Herausforderung, die Praxisnachfolge zu regeln. Dr. Weller und Prof. Faulhaber legten dar, dass die jüngere Generation Geldinvestitionen in sehr hohen Summen scheue. Diese seien jedoch notwendig, um eine Arztpraxis eigenständig übernehmen zu können. Des Weiteren arbeiten in der Dermatologie sehr viele Ärztinnen, welche mit der Vereinbarkeit einer eigenen Praxis mit der Familienplanung zu kämpfen hätten. Hierauf, so waren sich alle Anwesenden einig, bieten MVZ-Strukturen die bislang beste Lösung. Weiterhin wurde von Heidi Niemöller die Problematik der „Zwei-Klassen-Medizin“ angesprochen. Die Praxen würden gerne noch mehr Kassenpatienten versorgen, bekämen jedoch kein Budget dafür. Ricarda Lang bekannte sich zu dieser Problematik, betonte die Relevanz einer Vereinheitlichung der Versorgung. Gleichzeitig wies sie jedoch auch auf die Herausforderungen einer praktischen Umsetzung hin. Schon heute bestehe eine erhebliche Finanzierungslücke, die – bedingt durch den demografischen Wandel und strukturelle Veränderungen in der Gesundheitsversorgung – immer größer werde. Die Versorgung, so die Bundestagsabgeordnete, müsse an dieser Stelle neu definiert und Antworten auf grundlegende Fragen gefunden werden: Wo sind Krankenhäuser notwendig, wo nicht? Warum stehen (investorengetragene) MVZ derzeit wieder vermehrt in der Kritik? Wie kann die Gesundheitsversorgung in Zukunft sichergestellt werden? Hier sei die Politik dazu angehalten, eine Lösung finden.


BBMV-Wahlkreistour mit Dr. Jan-Niclas Gesenhues, MdB und Maria Klein-Schmeink, MdB in Ibbenbüren

Auf Einladung des BBMV e.V. besuchte der Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Niclas Gesenhues die augenärztliche Zweigpraxis in Ibbenbüren des MVZ visual eins. Begleitet wurde er von Frau Maria Klein-Schmeink, MdB, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und Herrn Christoph Hartmann vom Grünen-Ortsverband Ibbenbüren.

Neben den Einblicken in das Fachgebiet der Augenheilkunde und der örtlichen Versorgung, standen die Themen der steigenden Preise in den Arztpraxen, insbesondere der Energiepreise, sowie die Diskussion über weitere Regulierungsschritte für MVZ auf der Agenda.

Herr Dr. Erik Beeke, Gründer und Ärztlicher Leiter des MVZ führte gemeinsam mit dem örtlichen Augenarzt Herr Malek Atasi durch die Räumlichkeiten der konservativen Praxis. visual eins betreibt neben dem Hauptsitz in Osnabrück acht weitere Zweigpraxen. Dies ermöglicht auch die Versorgung in der ländlich geprägten Region im Grenzgebiet zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

In dem offenen und konstruktiven Gespräch wurde deutlich, dass bei der Sicherstellung der Versorgung ein differenzierter Blick auf das Thema MVZ unerlässlich ist. Frau Klein-Schmeink, MdB machte deutlich, dass es Aufgabe der Politik sei, Instrumente zu finden, die auch in Zukunft die Steuerung und Aufrechterhaltung der Versorgung – vor allem auch in ländlichen Räumen – sicherstellen können. Qualität der Patientenversorgung, Transparenz, Ansprechbarkeit und die Sicherstellung der Grundversorgung seien wichtige Leitlinien.

Kritisch bewertete Gernot Nahrung, Geschäftsführer des BBMV e.V. die aktuellen Vorschläge der Gesundheitsministerkonferenz zu einer Einschränkung der Gründungsmöglichkeiten von MVZ durch Krankenhausträger. Angesichts des demografischen Wandels und den Umbrüchen im ambulanten Gesundheitssystem sei die Einschränkung einzelner Versorgungsformen kurzsichtig. Dieses Vorgehen sei geeignet, um Lücken in die wohnortnahe und flächendeckende Versorgung zu reißen. Im Gutachten im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums aus dem Jahr 2020 seien hingegen zielführende Regulierungsvorschläge gemacht worden: von einfacheren Beteiligungs- und Gründungsmöglichkeiten von MVZ durch Vertragsärztinnen und Ärzten, über die stärkere Repräsentation angestellter Ärztinnen und Ärzten in der Selbstverwaltung bis hin zu einer Versachlichung der Debatte durch mehr Transparenz.


BBMV-Wahlkreistour mit Marlene Schönberger, MdB in Eggenfelden

Austausch mit der Bundestagsabgeordneten Marlene Schönberger im MVZ Inn-Salzach Augenzentren in Eggenfelden über die Herausforderungen der ärztlichen Versorgung in Niederbayern. Die Ärztliche Leiterin Frau Dr. med. Caroline Mörhing-Bengisu begrüßte die Grünen-Politikerin und führte durch entlang des typischen Weges der Patientinnen und Patienten – von der Anmeldung, über die Untersuchungszimmer bis zum OP – durch die Praxis.

Von Frau Schöneberg, MdB nach den aktuell größten Herausforderungen gefragt, verwies die Ärztin auf die gestiegenen Kosten, bei gleichbleibender Vergütung, dem Fachkräftemangel und die Herausforderungen junge Ärztinnen und Ärzte für ländliche Standorte zu gewinnen. Hierzu seien attraktive Rahmenbedingungen wichtig: von KiTa-Plätze, Schulen und kulturelle Einrichtungen bis zum ÖPNV.

Bei den Herausforderungen, vor denen eine Arztpraxis heute steht, ist die ehemals 20 Jahre in selbstständiger Niederlassung tätige Fachärztin für Augenheilkunde heute froh, Teil des Sanoptis-Netzwerks zu sein. Damit sei sie vor Ort weiterhin eigenständig, könne aber sowohl bei den Investitionen in moderne Medizintechnik und Ausstattung, aber auch bei der Personalgewinnung von der Unterstützung des Sanoptis-Netzwerks profitieren.

Herr Benedikt Lörz, kaufmännischer Leiter verwies auf die umfangreichen Maßnahmen, um Ärztinnen und Ärzte, aber auch medizinisches Fachpersonal zu gewinnen. Dabei sei auch die direkte Ansprache über Social Media ein vielversprechendes Mittel. 


BBMV-Wahlkreistour mit Dr. Georg Kippels, MdB in Hürth

Austausch mit dem Bundestagsabgeordneten für den Rhein-Erft-Kreis, Herrn Dr. Georg Kippels am Standort Hürth des ATOS MVZ Rheinland. Im Mittelpunkt des Termins mit dem Obmann im Ausschuss für Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion stand der Austausch über die Rolle von MVZ bei sich wandelnden ambulanten Versorgungsstrukturen.

 

Zu Beginn stellten Herr Dr. Lars Timm, COO der ATOS Gruppe und Frau Julia Schürmann, kaufmännische Leiterin im Cluster Köln das Unternehmen, sowie die Struktur des MVZ vor Ort vor. Neben dem Standort in Hürth, gehört auch je ein Standort in Brühl und in Köln zu dem MVZ. Bei der Besichtigung der Räumlichkeiten und einem Blick in den ambulanten Operationsbereich, erklärte der ärztliche Leiter Herr Dr. Emmanuel Merkle die Abläufe und Patientenwege.

 

In dem offenen und konstruktiven Gespräch mit Herr Dr. Kippels, MdB wurde deutlich, dass die Diskussion über MVZ stärker auf Qualitätskriterien gelenkt werden muss. Gewinn im Gesundheitssystem sei nichts Verwerfliches, so der Gesundheitspolitiker. Allerdings sollten sich wirtschaftliche Interessen der Versorgung nachordnen, unabhängig der Träger- und Inhaberschaft einer Praxis.

 

Der Einschätzung des BBMV-Geschäftsführers, dass die Diskussion über MVZ eine strukturelle Versachlichung benötigte, stimmte Herr Dr. Kippels zu. Die Entwicklung der MVZ müsse man differenziert sehen. Klar sei, dass es einen Wandel in der Art und Weise, wie junge Ärztinnen und Ärzte ihren Beruf ausüben wollen. MVZ seien da ein wichtiges Element diese Wünsche zu erfüllen und die Versorgungssicherheit mit zu gewährleisten. Dennoch sieht der Bundestagsabgeordnete auch die Notwendigkeit steuernder Elemente bei der Entwicklung von MVZ. Am Ende stand aber ein klares Bekenntnis zur Trägervielfalt und fairen Wettbewerbsbedingungen für alle Leistungserbringer in der ambulanten Versorgung. 


BBMV-Wahlkreistour mit Anja Liebert, MdB in Wuppertal

Die Alterung der Gesellschaft ist eine der großen Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung. Nicht nur wird die Gesamtbevölkerung immer älter und führt zu einem höheren Bedarf an Gesundheitsleistungen. Auch in der Ärzteschaft steht eine Pensionswelle bevor. Bereits heute sind knapp 32 Prozent der Ärztinnen und Ärzte in der ambulanten Versorgung 60 Jahre und älter, wie aus Zahlen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung hervorgeht.

Als ein Modell der Zukunft zur Sicherstellung der Versorgung gelten Medizinische Versorgungszentren (MVZ). Hier arbeiten mehrere Ärztinnen und Ärzte meist als Angestellte unter einem Dach zusammen. Der fachliche Austausch sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind dabei wichtige Gründe, warum sich viele Ärztinnen und Ärzte für die Ausübung des Arztberufs in einem MVZ entscheiden.

Über die Arbeit in einem MVZ und den Wandel in der ambulanten Versorgung informierte sich die Wuppertaler-Bundestagsabgeordnete Anja Liebert (B90/Die Grünen) im Augenzentrum OZW Wuppertal. Sie folgte damit der Einladung des Bundesverbandes der Betreiber medizinischer Versorgungszentren (BBMV). 

 

"Eine gute und wohnortnahe Versorgung ist nicht nur für die Patientinnen und Patienten wichtig, sie ist auch eine entscheidende Standortfrage", so die Grünen-Politikerin. Sie beobachte selbst, dass Einzelpraxen schließen, weil sie keine Nachfolge finden.

 

"Gerade hier können MVZ eine alternative Lösung sein", betont Herr Gernot Nahrung, Geschäftsführer des BBMV. "MVZ-Gruppen können solche Praxen - auch in ländlichen Regionen und städtischen Randbezirken - übernehmen und weiterbetreiben."

 

In der ambulanten Medizin sind die Investitionskosten deutlich gestiegen. Moderne Medizintechnik zur Diagnostik, neue Behandlungsmethoden und Investitionen in die IT müssen sich amortisieren. Allerdings ist die Vergütung in den letzten Jahren nicht angepasst worden. Dadurch entsteht eine Spannung zwischen medizinisch-technisch Möglichem und der Finanzierung dessen. MVZ-Gruppen können auch diese Herausforderungen besser angehen, ist sich Nahrung sicher.

 

"Für mich ist es auch wichtig, dass die Versorgung im ländlichen Raum gewährleistet bleibt und Patientinnen und Patienten die bestmögliche Behandlung wohnortnah erhalten. Auch die kritischen Fragen zur Trägerschaft der MVZ haben wir dankenswerterweise offen in diesem Termin diskutiert", so Liebert abschließend.


BBMV-Wahlkreistour mit Sebastian Brehm, MdB in Nürnberg

Bei seinem Besuch am 31. August 2022 im „MVZ Meine Radiologie Franken“ – Teil der evidia Group – informierte sich der Nürnberger-Bundestagsabgeordnete Sebastian Brehm (CSU) über die aktuelle Situation in der Radiologie und MVZ als Praxismodel der Zukunft. 

 

Dr. Dr. Dirk Knüppel, CEO der evidia Group und stellvertretender Vorsitzende des Bundesverband der Betreiber medizinischer Versorgungszentren (BBMV) e. V. führte den Bundestagsabgeordneten gemeinsam mit PD Dr. Peter Dankerl, ärztlicher Leiter, Diagnostischer & Interventioneller Radiologie und Geschäftsführer des MVZ, durch die Praxis im Campus Nürnberg Ost. Während des Rundgangs durch die Einrichtung hatte Sebastian Brehm die Gelegenheit, sich einen Eindruck von den Abläufen, der Arbeitsweise sowie von der hochmodernen Technologie mit KI-Lösungen zu verschaffen. Der ärztliche Standortleiter, Dr. Gabor Bagyo und Frau Sanaz Esmali, Standortleiterin des Medizinisch-technischen Dienst Nürnberg West, gaben tiefe Einblicke in den Praxisalltag.

 

Zwischen den Ärzten und dem Bundestagsabgeordneten fand ein interessanter Austausch zur bundesweiten Entwicklung der Medizinischen Versorgungszentren statt. Auch Themen wie Fachkräftemangel und Nachwuchssicherung sowie das Thema Digitalisierung fanden Raum im gemeinsamen Gespräch.

„Es ist wichtig, mit Politikern wie Herrn Brehm in konstruktive Gespräche zu kommen, um die aktuelle Situation in der medizinischen Versorgung aufzuzeigen“, so Dr. Dr. Knüppel. „Tatsächlich tragen MVZ zur Versorgungssicherheit als patientennahes Model im Gesundheitssystem bei, doch ohne einen Zuwachs an Fachkräften können wir unser Ziel einer optimalen Versorgung nicht erreichen“, hält der stellvertretende Vorsitzende BBMV e.V. zum Abschluss fest.

Sebastian Brehm nimmt die Eindrücke und Fokusthemen mit nach Berlin.

Neben weiteren radiologischen Standorten in Nürnberg West und Fürth Süd betreibt die evidia Group das MVZ Meine Strahlentherapie Nürnberg im Westen Nürnbergs.


BBMV-Wahlkreistour mit Serap Güler, MdB in Köln-Kalk

Besuch der Kölner-Bundestagsabgeordneten Serap Güler bei der Strahlentherapie Köln, MVZ für Strahlentherapie und Radioonkologie in Köln-Kalk. Die von Herrn Dr. med. Gregor Spira gegründete Praxis ist seit einigen Jahren Teil des BBMV-Mitglied RH Diagnostik und Therapie.

Beim Bau der Einrichtung sei ihm wichtig gewesen, dass möglichst viel Tageslicht ins Gebäude gelange, so Dr. Spira, Facharzt für Strahlentherapie und Radioonkologie. Keine einfache Aufgabe, macht man sich die baulichen Notwendigkeiten hinsichtlich des Strahlenschutzes bewusst. Trotzdem ist es durch breite Fensterfronten und geschickt angebrachte Spiegel gelungen, bis in die unterste Ebene Tageslicht zu leiten. Ein Gewinn für Beschäftigte sowie Patientinnen und Patienten.

 

Beim anschließenden Gespräch ging es um die schleppende Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen, den Einsatz von Telemedizin und Künstlicher Intelligenz und dem akuten Fachkräftemangel in der Medizin. Letztendlich sind alle drei Themen verknüpft. Eine funktionierende Digitalisierung, insbesondere beim Datenaustausch zwischen Leistungserbringern und über Sektorengrenzen hinweg, käme der Versorgung der Patientinnen und Patienten zu Gute. Gleichzeitig müssen veraltete Vorstellung vom Praxisalltag und vom Arztberuf über Bord geworfen werden und die Möglichkeiten einer modernen Medizin auch regulatorisch abgebildet werden. Bestes Beispiel sind die regulatorischen Begrenzungen bei der Befundung teleradiologischer Diagnostik. Eine zeitgemäße Regulatorik seitens der KVen und Möglichkeiten der Delegation bei der Fernbefundung wären auch ein wichtiger Schritt zur Sicherstellung der flächendeckenden Versorgung angesichts des akuten Fachkräftemangels.


BBMV-Wahlkreistour mit Hubert Hüppe, MdB in Kamen

Über die Arbeit in einem radiologischem MVZ hat sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe am Mittwoch, den 17. August 2022 in Kamen informiert. Der Gesundheitspolitiker folgte der Einladung des Bundesverbandes der Betreiber medizinischer Versorgungszentren (BBMV) in das MVZ blikk Radiologie Kamen. Begleitet wurde der Bundestagsabgeordnete dabei vom Vorsitzenden der CDU-Ratsfraktion in Kamen, Ralf Eisenhardt. 

 

Frau Nicole Koswald aus dem medizinisch-technischen Dienst führte die CDU-Politiker durch das MVZ und erklärte die Abläufe sowie die Arbeitsweisen. Das MVZ hat seine Räumlichkeiten im Hellmig-Krankenhaus und kooperiert mit der Klinik bei der Versorgung der stationären Patientinnen und Patienten. Dabei wird ein breites Diagnostikspektrum angeboten: vom Röntgengerät bis zum MRT. 

Im Mittelpunkt stand die prekäre Personalsituation. Aktuell fallen immer wieder Beschäftigte krankheitsbedingt aus. Aber auch ohne Corona sei der Personalmangel spürbar, insbesondere bei medizinisch-technischen Fachangestellten. Obwohl das MVZ Teil von evidia, einer bundesweit tätigen strahlenmedizinischen Gruppe ist, ist die Personalgewinnung schwierig. evidia investierte alleine letztes Jahr mehr als 750.000 € in die Aus- und Weiterbildung der Beschäftigten. „Aktuell stellen wir jedes Jahr rund 30 neue MTA ein, am liebsten würde ich aber jedes Jahr 60 MTA einstellen, um den Bedarf an radiologischen Untersuchungen zu decken“, so Dr. Dr. Dirk Knüppel, Geschäftsführer von evidia und selbst Arzt.

 

evidia prüfe aktuell die Bedingungen und Möglichkeiten der Gründung einer eigenen MTA-Schule in der Region. Das sei aber kein Selbstläufer und man stehe erst am Anfang der Überlegungen, ergänzt Christoph Voigt. Der Radiologe verantwortet als Regionalleiter West die 19 Standorte von evidia in Westfalen und nördlichem Ruhrgebiet.

Das evidia überhaupt eine solche Maßnahme prüfen kann, liegt an der Struktur des Unternehmens. evidia ist bundesweit der größte Anbieter radiologischer, nuklearmedizinischer und strahlentherapeutischer Diagnostik. Externe Kapitalpartner helfen dem Unternehmen dabei, nicht nur in moderne Technik mit einer niedrigeren Strahlenbelastung zu investieren, sondern eben auch in der Aus- und Weiterbildung aktiv zu sein. 


BBMV-Wahlkreistour mit Steffen Bilger, MdB in Gerlingen

Am Mittwoch, den 17. August 2022 besuchte Herr Steffen Bilger, MdB das Medicover Gerlingen MVZ. Herr Dr. Bernard Frieling, Geschäftsführer von Medicover und Herr Dr. Kristian Koch, stellvertretender Vorsitzender des BBMV e.V. und Strategy and New Business Director Diagnostic Services bei Medicover hießen den Bundestagsabgeordneten in der Hausarztpraxis mit Schwerpunkt Diabetologie willkommen.

Die Praxis ist seit über fünf Jahren Teil von Medicover. Frau Dr. Christine Bergmann-Raisch hat vor einigen Jahren ihre Praxis in das Medicover Gerlingen MVZ eingebracht.  Im Gespräch mit Herrn Bilger, MdB zeigte sich die Ärztin mit dieser Entscheidung sehr zufrieden.  Sie könne sich nun voll auf die Medizin konzentrieren, so Frau Dr. Bergmann-Raisch, ohne die zusätzlichen Belastungen der selbstständigen Niederlassung tragen zu müssen.

Der Ärztliche Leiter des MVZ, Herr Mark-Anthony Daher, betonte, dass alle Kolleginnen und Kollegen vor Ort bei den medizinischen Entscheidungen eigenständig handeln. Sehr zu schätzen wisse das gesamte MVZ-Team allerdings die Entlastung bei vielen nicht-medizinischen Aufgaben durch Medicover; somit bleibt trotz weniger Arbeitsstunden als in der Selbständigkeit am Ende mehr Zeit für die Patientenversorgung.

Teil einer größeren Gruppe zu sein habe aus Sicht der Ärztin und des Arztes auch mit Blick auf die Sicherstellung der Versorgung Vorteile. Auch im Raum Gerlingen sind bereits Probleme bei der Nachfolgeplanung zu sehen. Partner wir Medicover helfen daher die Versorgung sicherzustellen, da sie die Arbeit in Anstellung ermöglichen. Das spricht gerade auch jüngeren Ärztinnen und Ärzte, wie Herrn Daher in Gerlingen an, und ermöglicht eine hausärztliche Tätigkeit in einem modernen Praxisumfeld ohne die Risiken einer Selbständigkeit.


BBMV-Wahlkreistour mit Markus Grübel, MdB in Esslingen

Besuch des Esslinger Bundestagsabgeordneten Markus Grübel im ‚MVZ Diagnostikzentrum Esslingen - Radiologie am Wehrneckar’ des BBMV-Mitglieds

RH Diagnostik und Therapie GmbH.

 

Herr Thomas Dollhopf, dem Geschäftsführer der RH Diagnostik und Therapie GmbH, führte gemeinsam Frau Prof. Dr. med. Stampfl und Herr Prof. Dr. med. Henzler und Frau Yurt, der Praxismanagerin durch die radiologische Einrichtung. Im Austausch ging es um den Fachkräftemangel, die Digitalisierung und die aktuelle Diskussion rund um MVZ. Hier zeigte Herr Grübel, MdB Unverständnis über manche Vorwürfe und die Art der Debatte. Zum Abschluss bedankte sich der Bundestagsabgeordnete den engagierten und empathischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im MVZ Diagnostikzentrum Esslingen, die sich um das Patientenwohl kümmern für ihre Arbeit.


BBMV-Wahlkreistour mit Elisabeth Winkelmeier-Becker, MdB in Siegburg

Nach dem Termin in Baesweiler ging es direkt weiter zum MVZ Augenärztliches Diagnostik- & Therapiecentrum Siegburg GmbH. Das MVZ mit den Fachrichtungen Augenheilkunde (AugenZentrum Siegburg) und Allgemeinmedizin (Allgemeinmedizin am ICE-Bahnhof) hat seine Räumlichkeiten direkt am Siegburger Bahnhof und ist damit verkehrstechnisch sehr gut angebunden. 

 

Prof. Dr. Kellner begrüßte die Siegburger Bundestagsabgeordnete Elisabeth Winkelmeier-Becker im MVZ. Bei der Führung durch das MVZ, dass sich auf drei Etagen erstreckt und insgesamt 73 Beschäftigte umfasst, erläuterte er die typische Arbeitsweise und Abläufe vor Ort.

Um auch unter Corona-Pandemiebedingungen eine qualifizierte Patientenversorgung ohne Verzögerung dringend notwendiger Behandlungen sicherzustellen, habe es räumliche und strukturelle Anpassungen im MVZ gegeben. So wurde u.a. der Operationsbereich neugestaltet und ausgeweitet, um auch bei erhöhten Standards während Corona die operative Versorgung sicherzustellen. Zudem wurde die Praxis weiter digitalisiert und eine optimierte Praxissoftware und Online-Terminvereinbarung mitentwickelt.

 

Als zukünftige Herausforderungen sieht Prof. Dr. Kellner vor allem die Steigerung der Personal- und Energiekosten bei Reduzierung der ärztlichen Vergütung im GKV-Bereich, einen erheblichen Zeitaufwand für die Praxen bei der Umsetzung einer inadäquaten Digitalisierung in der ambulanten Versorgung, der gravierende Personalmangel und die ideologisierende Beurteilung von Versorgungskonzepten statt Messung der realen Versorgungsqualität.

 

„Als Wahlkreisabgeordnete ist mir wichtig, dass in dem MVZ Augenärztliches Diagnostik- & Therapiecentrum Siegburg neueste Entwicklungen der Augenmedizin für die Patientinnen und Patienten in der Region und darüber hinaus erreichbar werden. Gerade ein MVZ bietet den notwendigen Rahmen für die optimale Nutzung neuester Medizintechnik. Die verkehrsgünstige Lage im Siegburger Bahnhof ist optimal sowohl für die Patienten und Patientinnen, als auch für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen", erklärt Bundestagsabgeordnete Elisabeth Winkelmeier-Becker.


BBMV-Wahlkreistour mit Catarina dos Santos, MdB in Baesweiler

Am Freitag, den 12. August besuchte die Bundestagsabgeordnete Catarina dos Santos die Augenarztpraxis Baesweiler der Ober Scharrer Gruppe im Rahmen ihrer Wahlkreistour. Die Praxis ist im April 2020 in neue Räumlichkeiten umgezogen. Die neue Praxis verfügt über einen barrierefreien Zugang, neuste Gerätschaften für eine vollumfängliche und moderne konservative Behandlung, ausreichend Platz für die wachsende Nachfrage und der Einrichtung eines weiteren Arbeitsplatzes für eine Weiterbildungsassistenz.

 

Herr Dr. Majid Eftekharzadeh führte durch die Praxis und erklärte die typischen Abläufe in einer konservativen Augenarztpraxis. Zur vollumfänglichen Versorgung „aus einer Hand“ bietet das MVZ Jülich, zu dem die Praxis in Baesweiler gehört, in regelmäßigen Abständen ein „OP-Taxi“ an, das von Baesweiler nach Jülich fährt. Patientinnen und Patienten haben somit die Möglichkeit auch ohne Betreuung operative Behandlungen in Jülich wahrzunehmen.

 

Im MVZ Jülich und in der Zweigstelle in Baesweiler arbeitet ein kooperatives Team von derzeit 4 Augenärzten, 2 Augenärzte in Weiterbildung und mehr als 20 nicht-ärztliche Kolleginnen und Kollegen. Damit bieten MVZ und Zweigpraxis ein umfangreiches Spektrum der augenärztlichen Diagnostik. Neben der operativen Versorgung wird die komplette Basisversorgung der Augenheilkunde für gesetzlich und privat versicherte Patientinnen und Patienten angeboten. Dabei finden pro Jahr mehr als 50.000 Behandlungstermine statt.


BBMV-Wahlkreistour mit Dr. Ottilie Klein, MdB in Berlin

Besuch im MVZ Nazarethkirchstraße von Medicover in Berlin-Wedding mit

Frau Dr. Ottilie Klein, MdB. Die Arbeit am Leopoldplatz im Wedding ist geprägt von dem Zusammenleben verschiedener Kulturen, sozialen Problemlagen, sowie einer örtlichen Alkohol- und Drogenszene, berichtet die ärztliche Leiterin des MVZ, Frau Dr. Greshake.

Ein Fokus der Arbeit liegt auf der suchtmedizinischen Versorgung opiatabhängiger Personen. Im MVZ Nazarethkirchstraße werden rund 300 Patientinnen und Patienten in opioidgestützer Substitution an 365 Tagen im Jahr versorgt. Aber auch andere Abhängigkeiten – von Alkohol, über Cannabis bis hin zu Beruhigungsmitteln – werden vor Ort behandelt.

Frau Dr. Greshake betonte den gesamtgesellschaftlichen Wert der suchtmedizinischen Versorgung. Denn bei einer stabilen Einstellung mit einem Substitutionspräparat sei ein geregeltes Leben möglich. Dadurch würde auch die Kriminalität gesenkt, die häufig eine Begleiterscheinung zur Finanzierung einer Sucht sei. Für einen langfristigen Erfolg sei die gute Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Akteuren und den Bezirken unerlässlich. Damit könne auch auf andere existierende Problemlagen eingegangen werden, so Frau Dr. Greshake.

 

Neben dem MVZ in der Nazarethkirchstraße betreibt Medicover auch ein weiteres MVZ mit den Schwerpunkten Suchtmedizin und Infektiologie in der Seestraße, ebenfalls im Wedding.


BBMV-Wahlkreistour mit Paul Lehrieder, MdB in Würzburg

Über die aktuelle Situation in der Augenheilkunde informierte sich der Würzburger Bundestagsabgeordnete Herr Paul Lehrieder am Donnerstag, den 28. Juli 2022 im Augenzentrum Würzburg der Ober Scharrer Gruppe. Prof. Dr. Wolfgang Schrader, ärztlicher Leiter des Augenzentrum Würzburg und die Klinikmanagerin, Frau Denise Barkhau führten den Bundestagsabgeordneten und gelernten Augenoptiker durch das Zentrum.

Die Räumlichkeiten des MVZ wurden von den Ärztinnen, Ärzten und dem medizinischen Fachpersonal mitgestaltet, um optimale Arbeitsabläufe zu ermöglichen. Das macht sich vor allem im OP-Bereich bemerkbar, wo auf die jahrelange Erfahrung der Beschäftigte im Bereich der ambulanten Augenoperationen zurückgegriffen werden konnte.

 

Der Fachkräftemangel und die Demografie mache sich gerade auch in den ländlicheren Regionen bemerkbar. Herr Lehrieder erkundigte sich, über die Maßnahmen, die die Ober Scharrer Gruppe – aber auch andere BBMV-Mitglieder – bereits heute ergreifen, um auch die ambulante Versorgung in der Fläche zu sichern. Diese gehen von Fahrdiensten für die Patientinnen und Patienten, über ein Netz aus Zweigpraxis, Rotationsmodelle für Ärztinnen und Ärzte in die Fläche und auch telemedizinischen Angeboten.


BBMV-Wahlkreistour mit Matthias Seestern-Pauly, MdB in Bad Laer

Am Mittwoch, den 27. Juli 2022, besuchte der Bundestagsabgeordnete Matthias Seestern-Pauly die Augenarztpraxis in Bad Laer im Osnabrücker Land. Die Praxis ist eine von insgesamt 8 Zweigpraxen des MVZ visual eins, einem Partner des BBMV-Mitglieds Ober Scharrer Gruppe.

Die visual eins MVZ für Augenheilkunde und Anästhesie GmbH sichert mit den Zweigpraxen die augenärztliche Versorgung in den ländlichen Gebieten rund um den Hauptsitz in Osnabrück. So ist die Praxis in Bad Laer die letzte Augenarztpraxis vor Ort. Die Besonderheit: Dort kann im kleinen OP-Raum die intravitreale operative Medikamentenapplikation (IVOM) gegen feuchte Makuladegeneration vorgenommen werden. Dadurch können die Patientinnen und Patienten die Behandlung wohnortnah erhalten. Ein echter Vorteil für die Patientinnen und Patienten, da der Eingriff regelmäßig – meist einmal im Monat - wiederholt werden muss.

Der ärztliche Leiter des MVZ visualeins, Herr Dr. Beeke und der im Standort Bad Laer tätige Arzt, Herr Abouassaf, führten durch die Räumlichkeiten und erklärten Herrn Seestern-Pauly den Arbeitsalltag und die Behandlungsabläufe. Beim anschließenden Austausch war das gewandelte Berufsbild „Arzt/Ärztin“, sowie die Ambulantisierung der Medizin die dominierenden Themen. Ambulantisierung dürfe dabei nicht nur aus dem stationären Bereich herausgedacht werden. Die Potentiale bestehender ambulanter Strukturen, wie sie MVZ-Gruppen heute schon vorhalten, müssen von der Politik mit einbezogen werden, so der Geschäftsführer des BBMV, Gernot Nahrung.


BBMV-Wahlkreistour mit Andreas Schwarz, MdB in Bamberg

Der Bamberger Bundestagsabgeordnete Herr Andreas Schwarz besuchte am 27. Juli 2022 das MVZ Bamberg der Ober-Scharrer-Gruppe, um einen Einblick in die aktuelle Situation in der Augenheilkunde zu erlangen. Die Besichtigung der Praxis und des Operationsbereiches begleitete Herr Priv.-Doz. Dr. med. habil. Andrey Zhivov, die Standortleitung, Frau Katrin Feiler und die kaufmännische Geschäftsführung Frau Sandra Trippel.

 

Herr Schwarz, MdB konnte sich ein Bild von der Anmeldung, über die Voruntersuchung bis hin zur abschließenden ärztlichen Untersuchung machen, als wäre er selbst der Patient. 


BBMV-Wahlkreistour mit Florian Oßner, MdB in Landshut

Am Montag, den 18. Juli 2022 ging es dann nach Landshut in Niederbayern. Wir durften Herrn Florian Oßner, MdB zu einem Austausch in der Augenarztpraxis von Smile Eyes begrüßen. Der ehemalige Inhaber und ärztliche Leiter, Herr Dr. Kretz führte durch die Praxis und erklärte, wieso er sich für eine Abgabe an Smile Eyes entschieden hat.

Die Nachfolgesuche sei sehr schwierig und lange Zeit erfolglos gewesen. Mit Smile Eyes habe er aber am Ende einen guten Partner gefunden. Ausschlaggebend waren dabei die Erweiterung des Behandlungsspektrums für die Patientinnen und Patienten, die Bereitstellung moderner und benutzerfreundlicher Medizingeräten und Ausstattung, sowie den Erhalt der Anbietervielfalt in der Augenheilkunde im Landkreis Landshut.

Ebenfalls dabei war Herr Dr. Biscán, der bereits mehrere Stationen bei Smile Eyes durchlaufen hat und perspektivisch nach dem Ruhestand von Herrn Dr. Kretz die Versorgung vor Ort weitersicherstellen wird.

Zur Sicherstellung der Nachfolge und bei der bestmöglichen Versorgungsqualität setzt Smile Eyes auf die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung der Ärztinnen und Ärzte in der eigenen „Smile Akademie“.  Die Ärztinnen und Ärzte sind zur regelmäßigen Teilnahme an Schulungen verpflichtet, um auf dem neusten Stand der Augenheilkunde zu bleiben.


BBMV-Wahlkreistour mit Dr. Hendrik Hoppenstedt, MdB in Isernhagen

Am Donnerstag, den 14. Juli 2022 besuchte der ehemalige Staatsminister im Bundeskanzleramt, Dr. Hendrik Hoppenstedt, MdB die Zweigpraxis Isernhagen der Augenklinik Dr. Hoffmann.

Die Augenklinik Dr. Hoffmann wurde 1889 gegründet und ist Deutschlands älteste Augenklinik und des augenärztlichen Netzwerks Sanoptis.

Frau Macher, die ärztliche Leiterin in Isernhagen führte durch die Einrichtung und gab praktische Einblicke in die Augenheilkunde. Auf die Frage, warum sie sich für eine Anstellung und gegen die selbstständige Niederlassung entschieden habe, verwies Frau Macher auf die gute Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie, sowie die Möglichkeit sich ganz auf die ärztliche Tätigkeit mit den Patientinnen und Patienten zu konzentrieren.

Als Mitglied innerhalb des Sanoptis-Netzwerk sei in den Praxen der Augenklinik Dr. Hoffmann eine moderne Medizintechnik und hohe Versorgungsqualität gesichert. Durch die Anstellung sei es möglich neben der Praxis in Isernhagen auch eine weitere Zweigpraxis in Burgwedel zu besetzen – ein Gewinn für die augenärztliche Versorgung vor Ort.


BBMV-Wahlkreistour mit Carsten Müller, MdB im MVZ Radiologie Braunschweig

Mittwoch, den 13. Juli 2022 besuchte Carsten Müller, MdB das MVZ Radiologie Braunschweig unseres BBMV-Mitglieds rh Diagnostik und Therapie. Neben einem Einblick in den Arbeitsalltag in einer radiologischen Praxis war der Fachkräftemangel in der Medizin das dominierende Thema des Gesprächs.

Nicht nur Radiologinnen und Radiologen sind schwierig zu finden, sondern auch MTRA – medizinisch-technische Radiologieassisteninnen und –assistenten – fehlen. Thomas Dollhopf, Geschäftsführer der rh Diagnostik und Therapie warb für die Idee einer gemeinsameren Kraftanstrengung von stationären und ambulanten Leistungserbringern, sowie der Politik, um wieder eine Ausbildungsstätte für medizinisch-technische Fachangestellte in der Radiologie in Braunschweig zu errichten.