Claudia Moll, MdB besichtigt augenärztliche Zweigpraxis in Baesweiler

Vorsitzende des BBMV im fachlichen Austausch mit Medizin und Politik – Bundesverband der Betreiber medizinischer Versorgungszentren
v.l.nr.: Sibylle Stauch-Eckmann (Vorsitzende BBMV), Dr. Dr. med. Majid Eftekharzadeh und Bundestagsabgeordnete Claudia Moll

Wahlkreistermin mit Sibylle Stauch-Eckmann, Vorsitzenden des BBMV und Dr. Majid Eftekharzadeh

 

Der demografische und gesellschaftliche Wandel macht auch nicht vor der Ärzteschaft halt. Im bundesweiten Durchschnitt sind Ärztinnen und Ärzte 54,2 Jahre alt. Wie Zahlen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zeigen, liegt das Durchschnittsalter der Augenärztinnen und -ärzte bei 52,7 Jahren, über ein Viertel (28,5 Prozent) sind sogar 60 Jahre und älter.

 

Es wird also dringend Nachwuchs gesucht – vor allem in ländlichen Regionen. Für viele junge Ärztinnen und Ärzte hat eine selbstständige Niederlassung jedoch an Attraktivität verloren: lange Arbeitszeiten und wenig Zeit für die Familie, hohe Investitionskosten und wachsende bürokratische Hürden schrecken ab. Viele Ärztinnen und Ärzte die in den Ruhestand treten finden deshalb schon heute keine Nachfolge für ihre Praxis. Hier springen zunehmend MVZ ein. Sie übernehmen die Praxis, investieren in eine moderne Ausstattung sowie qualifiziertes Personal und führen diese als Zweigpraxis weiter.

 

Eine solche Zukunftsinvestition erfolgte auch in Baesweiler. Die Ober Scharrer Gruppe, die Trägergesellschaft des MVZ in Jülich, übernahm die Praxis in Baesweiler, nach dem der vorherige Inhaber in den Ruhestand ging.

Im April 2021 bezog die Augenarztpraxis einen Neubau am Carl-Alexander Platz, wodurch nun den Patientinnen und Patienten ein barrierefreier Zugang gewährleistet werden kann. Auch in modernste augenärztliche Untersuchungsgeräte wurde investiert. Davon sollte sich auch die Gesundheitspolitikerin und Bundestagsabgeordnete für Baesweiler Claudia Moll (SPD) überzeugen.

 

„Durch den Umzug in die neuen Räumlichkeiten können wir nicht nur die medizinische Versorgung weiterhin gewährleisten, sondern konnten zusätzlich noch einen Arzt in Weiterbildung einstellen“, hob Mats Patermann, Regionalmager West der Ober Scharrer Gruppe zu Beginn des Besuchs hervor.

 

Im weiteren Gespräch mit dem örtlichen Augenarzt Herrn Dr. med. Majid Eftekharzadeh und Frau Sibylle Stauch-Eckmann, Vorsitzende des BBMV, wurde über die Entwicklung der Versorgung in der Region, aber auch in ganz Deutschland gesprochen. Frau Stauch-Eckmann unterstrich, dass MVZ in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Versorgung in Stadt und Land zukommen wird. „Das Berufsbild der jungen Ärztinnen und Ärzte, der Wunsch nach mehr Kooperation, Vernetzung und Interdisziplinarität spielen dafür ebenso eine Rolle, wie der steigende Investitionsaufwand in Medizintechnik und hochqualifiziertes Personal.“, so Stauch-Eckmann. Es sei eine zukunftsweisende Entscheidung gewesen, das MVZ als weitere Organisationsform in der ambulanten Versorgung zu ermöglichen.

 

 

Nach dem Besuch ist sich die SPD-Bundestagsabgeordnete sich: „Es ist wichtig eine qualitativ hochwertige und wohnortnahe Gesundheitsversorgung in Stadt und Land sicherzustellen. MVZs leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Künftig wollen wir Sektorengrenzen überwinden und eine gute interdisziplinäre Kooperation ermöglichen bei denen das Patientenwohl im Vordergrund steht. Auch hier können und werden MVZs wichtige Partner im ambulanten Bereich sein.“