Ländliche Versorgung braucht Trägervielfalt, BBMV setzt Gespräche mit Bundestagsabgeordneten in Aalen fort

Vorsitzende des BBMV Sibylle Stauch-Eckmann im augenärztlichen MVZ der Ober Scharrer Gruppe - BBMV
Vorsitzende des BBMV Sibylle Stauch-Eckmann im Gespräch mit Bundestagsabgeordneten - BBMV

Zu einem Gespräch über die Herausforderungen der ambulanten Gesundheitsversorgung in Deutschland und der Region traf sich die Vorsitzende des Bundesverbandes der Betreiber medizinischer Versorgungszentren (BBMV), Sibylle Stauch-Eckmann, am Mittwoch den 29. Juli 2020 im augenärztlichen MVZ der Ober Scharrer Gruppe mit den Bundestagsabgeordneten der Region Aalen-Heidenheim, Frau Leni Breymaier, MdB und Herrn Roderich Kiesewetter, MdB.

 

In beiden Gesprächen stand der Beitrag, den MVZ bei der haus- und fachärztlichen Versorgung in ländlichen Räumen leisten können im Mittelpunkt. Das Modell des niedergelassenen Arztes verliert bei jungen Ärztinnen und Ärzten zusehends an Attraktivität. MVZ schaffen mit Rotations- und Teilzeitmodellen sowie Aus- und Weiterbildungsprogrammen attraktive Optionen, dank denen es gelingt – trotz immer längerer Zeiten des Suchens – ärztliches Fachpersonal für die ländliche Versorgung zu gewinnen.

 

Zukünftig werden digitale Konzepte einen deutlich höheren Stellenwert bei der Versorgung in ländlichen Regionen einnehmen. Dank App lassen sich heute beispielsweise in der Augenheilkunde oder Dermatologie erste Untersuchungen digital durchführen. Dieser Weg muss von Seiten der Politik und der Selbstverwaltung aktiv gestützt werden statt auf die Bremse zu treten. Dazu gehört auch eine angemessene Vergütung solcher digitalen Gesundheitsleistungen.

 

In beiden Fällen tragen MVZ-Betreiber mit Kapitalbeteiligung zur einer Verbesserung der Gesundheitsversorgung bei. In den Gesprächen machte Frau Stauch-Eckmann auch deutlich, dass nur ein langfristig auf das Patientenwohl ausgelegtes Geschäftsmodell erfolgreich sein kann. Vorwürfe eines renditegetriebenen Geschäftsmodells gehen in der haus- und fachärztlichen Versorgung an der Realität vorbei.

 

Wichtig, so die Vorsitzende des BBMV, seien deswegen klare Regeln für alle Teilnehmer an der vertragsärztlichen Versorgung und eine stärkere Fokussierung auf die Versorgungsqualität. Hier können fachärztliche MVZ durch die Spezialisierung der angestellten Ärztinnen und Ärzte eine qualitative hochwertige und gleichzeitig breitgefächerte Versorgung anbieten.